Aschaffenburg - Blick auf Main und Pompejanum

Lehrgut


Zentraler Baustein unseres Schulungskonzeptes ist das Finanzprodukt. Nur wenn ein Verständnis für die Funktionsweise und Bewertung vorliegt, können auch die Chancen und Risiken erkannt und eingeschätzt werden.

Die "Beipackzettel" genannten Produktinformationsblätter der Anbieter reichen dazu nicht aus, dienen sie häufig doch eher der juristischen Absicherung als der Aufklärung des Anlegers wie eine »Stichprobenauswertung des Verbraucherschutzministeriums 2011 ergab.

Mit Hilfe von interaktiven Lernmaterialien erläutern wir die Grundlagen der Bewertung und stellen einzelne Finanzprodukte vor, zeigen die Funktionsweise, die Verwendung, die Bewertung und die Risiken. Damit unterstützen wir Anleger, eigenständig den Wert von Finanzinstrumenten zu analysieren und deren Risiken zu erkennen.

Weitere Informationen zu den von uns benutzten Bewertungstools gibt es »hier.

Bewertung heißt, den Wert eines Produktes so zu bestimmen, dass er mit einem anderen Produkt vergleichbar ist. Grundlage für die Bewertung ist ein Konzept, wie der Wert eines Finanzinstruments festgestellt werden kann. Bei am Markt gehandelten Produkten ist dies nährungsweise der Marktpreis/Kurs, der aber aufgrund von Marktunvollkommenheiten von einem theoretischen, fairen Wert abweichen kann, der bspw. für die Rechnungslegung erforderlich ist.

Durchgesetzt hat sich ein Modell, das alle zukünftigen Zahlungsströme auf einen Bewertungstag berechnet, indem es sie abzinst: das Barwertkonzept.

In einem ersten Modul erklären wir die Bedeutung von Zahlungsströmen als Grundlagen für die Barwertberechnung.

» So funktionieren Zahlungsströme

Im nächsten Modul erläutern wir die (finanzmathematischen) Grundlagen des Barwertkonzeptes: die Bedeutung des Zinseszinses, das Aufzinsen zum Endwert, das Abzinsen zum Barwert und die verschiedenen Zinsberechnungsmethoden und -usancen.

» So funktioniert die Zinsrechnung

Anhand eines aktuellen Beispiels zeigen wir, wie Zins, Inflation und Besteuerung zusammenwirken.

» Wie lange dauert es, bis die derzeitige Inflation unser Erspartes vernichtet?

Danach stellen wir ein Beispiel für den Zinseszinseffekt vor. Anhand einer interaktiven Anwendung wird dargestellt, wie sich die Zinszahlungshäufigkeit und damit der Zinseszinseffekt auf den Endwert einer Anlage auswirkt:

» So funktioniert der Zinseszinseffekt

Mit dem Zusammenbruch der Lehman-Bank und dem Verlust der von ihr herausgegebenen Zertifikate rückten diese wieder stärker in den Blickpunkt. Da diese nicht nur ein Emittentenrisiko, sondern auch aufgrund ihrer Optionskomponenten ein erhöhtes Marktrisiko aufweisen, stellen wir die Lernmodule "Optionen", "Zertifikate" (lt. Deutschem Derivate Verband entfällt der größte Teil der angebotenen Zertifikate auf Discount- und Bonus-Zertifikate [Stand August 2012]) zur Verfügung:

» So funktionieren Optionen
» So funktionieren Discountzertifikate
» So funktionieren Bonuszertifikate
» So funktionieren Capped Bonuszertifikate
» So funktionieren Reverse Bonuszertifikate
» So funktionieren Sprintzertifikate
» So funktionieren Discount-Optionsscheine
» So funktionieren Aktienanleihen

Optionsscheine haben zwar eine andere rechtliche Basis und werden an anderen Börsen gehandelt als Optionen, die Bewertungsgrundlagen sind aber gleich.

Aus den oben dargestellten strukturierten Produkten lassen sich allgemeine Aussagen zur Konstruktion und Bewertung ableiten. Um das gewünschte Payoff-Profil bzw. das gewünschte Anlageziel (Kapitalerhalt, Performanceverbesserung, [überproportionale] Partizipation) zu erreichen, werden die Finanzprodukte aus verschiedenen Bausteinen zusammengesetzt, diese Bausteine einzeln bewertet und die Werte addiert.

Bausteine sind jeweils ein Underlying und ge- und/oder verkaufte Optionen, deren Wert aus dem Underlying abgeleitet wird. So dienen beispielsweise gekaufte Call-Optionen zur überproportionalen Partizipation, verkaufte Calls zur Deckelung (Cap) und Barrier-Optionen zur Modellierung von Barrieren, die während der Laufzeit nicht berührt oder gebrochen werden dürfen. Eine Übersicht über die verschiedenen Produkte bietet die EUSIPA (European Structured Investment Products Association), eine Vereinigung europäischer Verbände, Börsen und Emittenten), die die Produkte nach Eignung für bestimmte Markterwartungen, Charakteristika und Payoff-Profile auf einer »Map (pdf-Datei) systematisiert und nach Anlagezielen einordnet.

Wir haben die Produkte, die wir selbst dargestellt haben, mit einem Link versehen, der zu der entsprechenden Darstellung auf unserer Website führt.

Die interaktiven Arbeitsmaterialien haben wir auch als CDF-Dateien im »Download-Bereich zur Verfügung gestellt.

Zum Öffnen der Dateien benötigen Sie den Wolfram CDF Player, den sie hier kostenlos herunterladen können.
Wolfram cdf-Player
Weitere Informationen zu den von uns verwendeten Bewertungstools finden Sie in unserem »Werkzeugkasten.